Allgemeine Informationen

Die GENOPATH GbR beschäftigt sich innerhalb der Pathologie mit der (PCR-basierten) molekularpathologischen Diagnostik.
Dieser noch relativ neue Bereich der Pathologie umfasst die Diagnostik von Gewebeproben bzw. zytologischen Proben mit den Mitteln der modernen Molekularbiologie. Wesentlich ist hier vor allem die Analyse von Nukleinsäuren (DNA/RNA). Als Techniken werden hauptsächlich die Polymerase-Ketten-Reaktion (PCR), verschiedene Hybridiseriungstechniken sowie die DNA-Sequenzierung angewendet. Zu letzterem kommen zunehmend Verfahren der massiven Parallelsequenzierung (Next Generation Sequencing, NGS) zum Einsatz, welches gleichzeitig die Analyse einer Vielzahl von Gensequenzen erlaubt.

Die Molekularpathologie ist in allen Fällen der mikroskopischen Diagnostik des Pathologen zeitlich nachgeordnet und wird von den behandelnden Ärzten (z.B. Onkologen, Gynäkologen) wegen spezieller therapeutischer Fragestellungen beim Pathologen angefordert.

Weitere Informationen zur Arbeitsweise der Pathologie und des Pathologen können Sie auf den Internetseiten der Institute für Pathologie in Saarbrücken-Rastpfuhl und Bonn-Duisdorf nachlesen!


Die Molekularpathologie teilt sich im Wesentlichen in zwei Bereiche auf:


Die Erregerdiagnostik

Hierbei werden mittels molekularbiologischer Methoden virale und bakterielle Erreger identifiziert. Als bedeutsames Beispiel ist hier die zusätzliche Untersuchung von auffälligen Zellabstrichen im Rahmen der gynäkologischen Krebsvorsorge auf Humane Papilloma Viren (HPV) zur Verbesserung der Risiko-Abschätzung zu nennen.
Die Untersuchung auf Tuberkulose-Erreger aus Gewebematerial ist ein weiteres wichtiges Beispiel.

Die “Companion-Diagnostik“

Dies bedeutet die begleitende molekulare Diagnostik von Krebsgewebe mit dem Ziel einer verbesserten und auch individualisierten Therapielenkung. Die Companion-Diagnostik ist erst seit weniger als 10 Jahren Bestandteil der pathologischen Routine-Diagnostik, gewinnt allerdings stetig an Bedeutung.
So können bestimmte Genmutationen, die in den Tumorzellen nachweisbar sind, das therapeutische Ansprechen von Medikamenten maßgeblich beeinflussen.
Ein Beispiel sind hier die Mutationen des sog. EGFR-Gens. Tumore, die eine solche Mutation tragen (dies sind zwischen 10 und 15% der Nicht-kleinzelligen Lungentumore), sprechen in der Regel auf eine Therapie mit einer bestimmten Wirkstoffgruppe (Tyrosinkinase-Inhibitoren) an.

 

Alle Untersuchungen, die von der GENOPATH durchgeführt werden, können Sie unter dem Menupunkt Leistungen einsehen.